Mythologie der Welt

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In alter Zeit gab es zwei Sonnen. Ging die eine unter, so ging die andere auf. Da das Aufgehen der einen Sonne und das Untergehen der anderen immer innerhalb eines Tages geschah, gab es keine Nacht. Beständig herrschte heller Tag, und die Menschen litten schwer unter der großen Hitze. Säten sie die Samen auf den Äckern aus, so ging die Saat wegen der Hitze nicht auf. Man war gezwungen, Schutzmatten zu flechten, um die Felder vor den Strahlen der Sonnen zu schützen.

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Der Himmel war damals so niedrig, dass man sich vorsehen musste, um nicht mit der Stampfkeule anzustoßen, wenn man Hirse stampfte. Als einmal ein Mann Hirsebier braute, goss er das dabei benutzte Wasser auf die eine der beiden Sonnen. Sie konnte die Kälte des Wassers nicht vertragen, wurde krank, verlor ihren Glanz und wurde zum Mond, nachdem sie sich abgekühlt hatte. Einmal nahmen die Menschen alle ihre Kräfte zusammen und stemmten den Himmel nach oben, bis er seine jetzige Höhe erreichte. Seitdem lässt es sich leicht unter ihm arbeiten.

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Kommentare zu: "TAIWANESISCHE PAIWAN: Die zwei Sonnen" (2)

  1. Ik vraag me af of het zonsopkomstkijken bij Alishan hier mee te maken heeft. Dat is een vreselijk circus met dagelijk 20.000 mensen (vooral Chinezen) of meer die daar in de vroegte staan te wachten. Heb er zelf dus ook 1 keer bij gestaan. Dit is overigens het gebied van Bunun die vrijwel niet meer bestaan, Paiwanezen leven (nu) wat zuidelijker. Het kan natuurlijk heel goed dat de Bunun het verhaal van de Paiwanezen delen.

    • Es ist fast sicher, dass die Bunun und die Paiwan sich einen Großteil ihrer Mythologie teilen. Eigentlich sind diese Völker ja ziemlich nahe Verwandte. Auch wenn sie schon lange durch Hochgebirge getrennt sind: die meisten Mythen sind noch viel älter als die Besiedlung Taiwans durch austronesische Völker. Und das Motiv mit zu vielen Sonnen findet sich überall in Ostasien, auch bei den Chinesen und den Japanern.

      Ich muss mal schauen, ob ich irgendwo in meiner Bibliothek auch Mythen der Bunun vom Ali-Berg habe. In deutscher Übersetzung habe ich zwar bestimmt keine, aber vielleicht auf Chinesisch oder Englisch. Und überhaupt: ich muss hier mal wieder was posten. Ich denke, ich bleibe beim Thema und nehme erst mal die Geschichte vom chinesischen „Sonnenschützen“.

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